ONLINE – Erhaltung von Brückenbauwerken – Schwerpunkt Gewölbebrücken

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Ein erheblicher Teil der bestehenden (Eisenbahn)- Brücken weist trotz ihres Alters von über einem Jahrhundert bemerkenswert hohe Resttragfähigkeiten auf. Die gezielte Nutzung dieses Potenzials durch die Anwendung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse, moderner Bauverfahren und innovativer Materialien bietet die Möglichkeit, die Nutzungsdauer dieser Bauwerke wesentlich zu verlängern. Da Gewölbebrücken als Beispiel im Infrastrukturbereich Schiene rund ca. 20 % des Brückenbestands ausmachen, stellt ihre Instandsetzung und Weiterverwendung eine ökologisch wie ökonomisch vorteilhafte Alternative zum Abriss und Neubau dar. Die kompakte und robuste Bauweise erlaubt es in vielen Fällen, den gestiegenen betrieblichen und konstruktiven Anforderungen gerecht zu werden. Der Substanzerhalt historischer Brücken leistet zudem einen bedeutenden Beitrag zur CO₂-Reduktion, Ressourcenschonung und Bewahrung der Baukultur.

Grundlage für fundierte Erhaltungsentscheidungen bildet eine systematische Erfassung und Diagnostik der Bestandsbauwerke, bei der geometrische Daten, Materialkennwerte und Schadensmechanismen ermittelt werden. Diese Datengrundlage ermöglicht belastbare Nachrechnungen und Tragfähigkeitsbewertungen, auf deren Basis nachhaltige Sanierungs- und Verstärkungskonzepte entwickelt werden können. Unter Einbeziehung ökologischer, klimatischer und denkmalpflegerischer Aspekte lässt sich so eine Lebensdauer erreichen, die der eines Neubaus vergleichbar ist.

Ziel der Schulung ist es, den Teilnehmenden die Einsatzmöglichkeiten beim Bauen im Bestand von Brückentragwerken am vertieften Beispiel der Gewölbebrücken näher zu bringen. Über die Frage des Denkmalschutzes, hin zu diagnostischen Untersuchungen, Laborergebnissen, die einer statischen Nachweisführung übergeben werden und der Aussage zu geeigneten Instandsetzungskonzepten, soll so die stand-, betriebs- und verkehrssichere Weiternutzung aufgezeigt werden.      

Inhalte 

  • Gewölbebrücken eine dauerhafte Konstruktion, von den Anfängen des Gewölbebaus bis in die heutige Zeit  
  • Denkmalschutz bei Brückenbauwerken, eine Einordnung und Klassifizierung von geschützten Bauwerken
  • Politischer Rahmen, Grundsätze der Finanzierung für das Bauen im Bestand im Rahmen der Leistungs- und Finanzierungsvereinabrung (LuFV) (Gewölbe- und Stahlbrücken sowie massive Unterbauten)
  • Bestandsinformationen sinnvoll nutzen, Bauwerksbücher und die Schadensdokumentationen sind sinnvoll einzusetzen und dienen zur Ableitung von Erfolg bzw. Misserfolg im Zuge ausgeführter bzw. kommender Instandsetzungsmaßnahmen
  • Abgleich mit der Ist-Situation, Bauwerksdiagnostik als Schlüssel zum Erfolg für die Ableitung von Baustofflaborparametern und Definition notwendiger Umfänge im Zuge der Instandsetzung
  • Definition von Randbedingungen der statischen Nachweisführungen, die Wahl des statischen Modells kann für den Erfolg einer Weiternutzung entscheidend sein
  • Ableitung von Instandsetzungsmaßnahmen am Beispiel von Gewölbebrücken (Anwendungsfälle), klassische Methoden von Fahrbahnplatte über Rückenabdichtung bis hin zu innovativen Werkstoffen wie Ultra-Hochfesten-Faserbaustoffen (UHFB)
  • Klimaneutralität erreichen, wie Bauwerkserhalt einen großen Beitrag dazu leisten kann

 Zielgruppe

  • Dieses Seminar richtet sich an Ingenieur:innen, Architekt:innen, Planungsingenieur:innen, Projektleitende, Bauvorlageberechtigte, Prüfsachverständige, Baulastträger, Infrastrukturbetreiber usw.

 Referent

  • Conrad Pelka M.Sc.
    DB InfraGO AG
    Promotion TU Dresden, Institut für Massivbau 

Hinweis für Mitarbeitende der DB AG: Bitte beachten Sie, dass Sie sich ausschließlich über den internen Qualifizierungsanbieter DB Training, Learning & Consulting für das Seminar anmelden können. Produktnummer Hk2016: zur Anmeldung

 

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Fortbildungspunkte BayIka

Ingenieurtechnische Fortbildung: 3.50 Pkt. gültig für:

  • Beratende Ingenieure
  • Freiwillige Mitglieder
  • Bauvorlageberechtigte Art. 61 Abs. 2, 5 BayBO
  • Nachweisberechtigte für Standsicherheit
  • Nachweisberechtigte für Brandschutz
  • Prüfsachverständige für Standsicherheit
  • Wiederkehrende Bauwerksprüfung - Sichtkontrolle durch fachkundige Person
  • Wiederkehrende Bauwerksprüfung - eingehende Überprüfung durch besonders fachkundige Person
  • Koordinatoren nach Baustellenverordnung

Kosten

Frühbuchergebühr für Mitglieder der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau und deren gemeldete Mitarbeiter bei Anmeldung bis 22.04.2026 € 165,00
Normalgebühr für Mitglieder der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau und deren gemeldete Mitarbeiter bei Anmeldung ab 23.04.2026 € 205,00
Nichtmitglieder € 255,00

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